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Dr. Judith Imhof - Akupunktur in Linz

1. Persönlicher Zugang

Im Rahmen meines 4-monatigen Studienaufenthaltes 1999 in Asien (drei Monate davon in Chengdu, der Hauptstadt Sichuans - Zentralchina) erlernte ich die Grundlagen der Akupunktur am TCM-College und durfte im 3rd People's Hospital unter Anleitung der chinesischen KollegInnen meine ersten Patienten behandeln.

Ich lernte außerdem Grundzüge der Tuina und des Tai Ji Quan kennen. Neben des fachlichen Ausflugs in die Chinesische Medizin war das Leben mitten in dieser gerade erblühenden Großstadt faszinierend. Dank der freundlichen Aufnahme meiner Lehrer und Dolmetscher erhielt ich Einblick in die Mentalität und Lebensart der Chinesen. Mein Hauptverkehrsmittel in der Stadt war das Fahrrad. Die Wochenenden nutzte ich aber für Ausflüge ins ganze Land per Flugzeug, Zug oder Bus.

2. Geschichte

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) wurde vor ca. 2000 Jahren in Asien entwickelt und wird seither dort und seit dem 17. Jahrhundert auch in Europa angewendet. Heute hat sie einen neuen Stellenwert und erfreut sich einer weltweiten Verbreitung.

Interessanterweise fand man an der 5000 Jahre alten Gletscher-Mumie aus den Ötztaler Alpen, dem sogenannten „Ötzi", Tätowierungen, die Meridianverläufen entsprechen. Aufgrund der Lokalisation nimmt man an, dass diese Tätowierungen tatsächlich therapeutischen Wert hatten.

3. Grundlagen

Die TCM besteht aus fünf Säulen

  1. Kräutermedizin
  2. Akupunktur und Moxibustion
  3. Tuina (Massage)
  4. Qi Gong, Tai Ji Quan (Körper- und Atmungsübungen)
  5. Ernährungslehre

Die TCM beruht auf einer von der westlichen Medizin völlig abweichenden Vorstellung von Organfunktionen. Auch die Krankheitsbilder werden anders interpretiert und mit eigenen Diagnosen benannt. So spricht man z. B. von „aufsteigendem Leber-Yang" oder von „Schwäche des Herzblutes".
Wesentlich für das richtige Funktionieren des Körpers ist das freie Fließen von Qi (frei übersetzt „Lebensenergie") und Blut im Körper. Qi-Störungen werden als Disharmonie von Yin und Yang bezeichnet. Diese können ganz unterschiedliche Ursachen haben: Man spricht von Mangel- oder Fülle-Syndromen oder aber auch von einer Qi-Stagnation. Krankheitserregende Faktoren sind z. B. „Wind, Kälte oder Feuchtigkeit".

Mithilfe der Punktion spezifischer Punkte im Meridiansystem des Körpers können solche Ursachen behoben werden. Mittlerweile konnte für einige Erkrankungen in Studien ein therapeutischer Effekt weit über eine mögliche Placebo-Wirkung hinaus belegt werden. V. a. Schmerzerkrankungen (Gelenksschmerzen, Wirbelsäulenschmerzen, Migräne), aber auch andere Erkrankungen wie Allergien zeigen gutes Ansprechen. Bei geburtsvorbereitender Akupunktur konnte eine deutliche Reduktion der Entbindungszeit verzeichnet werden.
Die Patientinnen hatten weiters einen niedrigeren Bedarf an Wehen- und Schmerzmittel, eine geringeren Bedarf an PDA (= Periduralanästhesie - „Kreuzstich") sowie eine geringere Komplikationsrate (Kaiserschnitt, Saugglocke).

Dabei ist mit keinen nennenswerten Nebenwirkungen oder Komplikationen zu rechnen - abgesehen von kleinen Hämatomen und ganz selten Nadelstichinfektionen. Vor allem in China selbst wird die TCM nach wie vor häufig verwendet, wohl auch aufgrund der eher geringen Kosten. Man findet dort reine TCM-Krankenhäuser, an denen TCM-Ärzte tätig sind. Die Ausbildung der TCM-Ärzte unterscheidet sich gänzlich von der der „westlichen" Mediziner, ist aber nicht weniger umfangreich.

Einen besonderen Stellenwert hat die Prophylaxe - die Vorsorge: Früher wurden die chinesischen Ärzte nicht nach der Zahl der von ihnen geheilten Patienten honoriert, sondern nach der Zahl der Gesunden in ihrem zuständigen Bezirk.

4. Durchführung

Für eine suffiziente Behandlung sind meist 8 − 12 Einzelsitzungen vorgesehen, von denen jede ca. 20 − 30 Minuten dauert. Neben der Verwendung der Akupunkturnadeln kommt auch der Moxibustion (Erwärmung mittels glühender Kräuter) Bedeutung zu. Je nach Krankheitsbild ist zuvor eine genaue Anamnese erforderlich.

5. Anwendungsgebiete

6. Nebenwirkungen

Grundsätzlich gibt es kaum Nebenwirkungen oder „Komplikationen". Kleine Hämatome („blaue Flecken") treten häufig auf. Selten sind größere Hämatome. Auch örtliche Infektionen sind möglich.

7. Kosten

Das Erstgespräch kostet 60 €, die nachfolgenden Therapiesitzungen je 40 €.

Bei Geburtsvorbereitung kostet jede Sitzung 40 €.

Die GKK erstattet einen kleinen Kostenanteil zurück - allerdings nur bei Krankheiten des Bewegungsapparates (Gelenksschmerzen, Wirbelsäulenbeschwerden ...) oder bei Migräne. Einige Zusatzversicherungen vergüten Akupunkturleistungen, abhängig vom Vertragsinhalt.


Ärztinnen für Frauen - Dr. Judith Imhof & Dr. Elisabeth Schadensteiner

Ferihumerstraße 5
4040 Linz

Telefon +43 732 737 067
Fax +43 732 737 067 - 15

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Öffnungszeiten

Um telefonische Voranmeldung wird gebeten!

Mo: 8:00-13:00 Uhr
Di: 8:00-13:00 & 15:00-20:00 Uhr
Mi: 13:00-19:00 Uhr
Do: 8:00-13:00 Uhr


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